Kennzeichnungspflicht

Seit 1. Oktober 2017 gibt es für alle Flugmodelle, die ein Abfluggewicht von 250 g überschreiten eine Kennzeichnungspflicht.

Der Verordungstext zur Modellkennzeichnung

Die Modelle müssen mit einem feuerfesten Schild, welches den Namen und die Anschrift des Besitzers trägt versehen werden. Im Verordungstext heißt es:

„Der Eigentümer eines Flugmodells oder eines unbemannten Luftfahrtsystems mit jeweils einer Startmasse von mehr als 0,25 Kilogramm, eines unbemannten Ballons oder Drachens mit einer Startmasse von mehr als 5 Kilogramm sowie eines Flugkörpers mit Eigenantrieb muss vor dem erstmaligen Betrieb an sichtbarer Stelle seinen Namen und seine Anschrift in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Fluggerät anbringen.“

Die Beschriftung muss also an sichtbarer Stelle, dauerhauft und feuerfest erfolgen. Was bedeutet das eigentlich?

An sichtbarer Stelle

Nach unserer Auffassung will der Gesetzgeber erreichen, dass der Eigentümer eines Modells erkennbar ist, ohne dass irgendwelche Teile vom Modell abgenommen werden müssen. Eine Kennzeichnung im Inneren des Modells wäre demnach nur dann zulässig, wenn die Stelle z.B. durch das Glas einer Kabinenhaube lesbar wäre. Ganz sicher geht man mit einer Kennzeichnung im Außenbereich. Bei Scale Modellen führt dies zu einer unerwünschten Situation. Hier wird in den nächsten Monaten eine Klarstellung erwartet. Bis dahin sollte man das Modell einfach an einer weniger Auffälligen Stelle z.B unten kennzeichnen.

Dauerhaft

Mit dauerhaft ist gemeint, dass das Kennzeichnungsschild nicht z.B. einem Magneten oder Klettband gehalten werden darf. Es muss in einer Weise am Modell befestigt werden, die ein einfaches Abnehmen nicht erlaubt. Zulässig dürfte neben einer Verschraubung oder Vernietung aber auch das Ankleben mittels eines geeigneten Klebebandes z.B des 3M Klebebandes 468. Dieses wird von Anbietern hochwertiger Kennzeichnungschilder häufig bereits auf die Rückseite aufgebracht.

Feuerfest

Einerseits hat sich Aluminium als Material für die Kennzeichnungschilder schnell durchgesetzt. Anderseits ist es ein häufiges „Stammtischthema“ dass Aluminium ja nunmal einen eher niedrigen Schmelzpunkt habe und sogar brennen könne. Die Interpretation, dass es dem Gesetzgeber aber bei dem Ausdruck feuerfest nur darum ging, Schilder aus Holz oder Kunststoffolie auszuschließen hat sich bei der Interpretation des Textes durchgesetzt. Immerhin war im Vorfeld der Verordung auch zwischenzeitlich lediglich von wasserfest die Rede.

Viel wichtiger ist, dass auch die Beschriftung des Schildes ein „kleines Feuer“ überleben muss. Nach meiner Interpretation ist dies nur mit einer Gravur oder Prägung möglich. Im einfachsten Falle kann diese mit einer alten Schreibmaschine oder einem Kugelschreiber auf einem dünnen Aluminiumschild erfolgen. Optisch überzeugen solche Lösungen zwar kaum aber immerhin erlauben sie einen legalen Betrieb des Modells.

Modellflug Schilder wo kaufen?

Beachtet man alles was ich in den vorangegangenen Absätzen geschrieben habe, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen, bei der Gesetzeskonformen Kennzeichnung. Schilder bieten eine ganze Reihe von Versendern und Verlagen an. Auch HEMPEL Modellflugwelt bietet im Ladengeschäft am Bankplatz und über den Onlineshop Kennzeichnungschilder an. Diese sind mit einem hochwertigen Klebeband versehen und durchweg mit einer kontrastreichen und hoc

 

hpräzisen Gravur durch einen CNC gesteuerten CO2 Laser beschriftet.

Auf Wunsch wird hierfür ein spezielles Material verwedet, welches verschiedenen industriellen und militärischen Normen einschließlich MIL-STD 130N, MIL-P514D und MIL-STD 15024 F Typ-L. entspricht.

 

 

Ein Gedanke zu „Kennzeichnungspflicht

Kommentare sind geschlossen.