GFK/Lack-Schnell-Reparatur

Die letzte Landung zu hart, der Boden doch zu nah als eingeschätzt?! Das passiert natürlich auch mal beim Fliegen! Mir ist neulich bei viel Wind und komisch fliegendem Flugzeug das Abschätzen bis zum Boden doch sehr schwer gefallen – dazu kam noch ein Hindernis – eine kleine Bodenerhebung, hinter der ich nicht wusste, ob es nun noch 40cm oder doch nur 5cm bis zum Aufsetzen waren.

Aber nun ja – wir sind ja alles Modellbauer und meist nicht nur reine Modell”flieger” 🙂

Ich möchte heute in relativ kurzem Beitrag das Reparieren von GFK näher bringen. Es gibt natürlich noch “bessere” Vorgehensweisen, diese kommen aber meiner Meinung nach erst ab gebrochenen oder gar offenen GFK-Teilen zum tragen.

Bei meiner harten Landung kam nur ein wenig Lackschicht zum bersten, welche aber in meinen Augen sofort beseitigt werden musste 🙂

Man nehme:

  • das defekte Objekt
  • Schleifpapier grober bis feinster Körnung
  • Spachtel (Feinspachtel bei kleinen Blessuren, Grobspachtel “wenns mal wieder mehr” sein darf)
defekte Stelle am Flieger

Hier sieht man direkt, dass der GFK-Rumpf noch ganz ist, aber der Lack doch einiges an Spannung nicht stand halten konnte. Ich mag sowas nicht, also wirds schön gemacht….

Man nehme in diesem Fall je nach “Tiefe” des Schadens grobes bis feinstes Schleifpapier, was man in Etappen kauf dem Rumpf benutzt. Ich habe mit 600er angefangen und mich bis 2000er hochgearbetet. danach war es aber auch wie auf dem Foto “glatt wie Babypopo!”

Wichtig ist, dass man nicht nur die Kanten der defekten Stelle, sondern auch ruhig grobflächiger arbeitet, damit dann das Endprodukt auch keine Wölbungen oder Dellen aufweist, sondern eher komplett angepasst und glatt.

Rumpf nach Schleifpapierbehandlung

Nach dem Schleifen wird dann die jeweilige Spachtelmasse glatt aufgetragen und mit einem Plastikspachtel (welchen man vorher auf ganz feinem Schleifpapier einmal abziehen sollte) verstrichen. Hier schon die Form des fertigen Rumpfes annehmen! Feinheiten schleifen wir wieder weg, aber große Kanten und Wölbungen solltet ihr vermeiden – sonst schleift ihr euch einen langen Arm!

defekte Stelle während des Auftragens der Spachtelmasse

Wenn alles zu euren Wünschen verstrichen ist lasst ihr die Masse trocknen – am besten auch bei Schnellspachtel 6-12 Stunden! Je nach Wetter und Temperaturlage.

Nach dem Trocknen und glatt schleifen kommt nur noch neuer Lack drauf und siehe da – nach weiteren 6-9 Stunden kompletten Austrocknens habt ihr ein Ergebnis vor euch, was fast dem Originalzustand ähnelt, wenn ihr euch Mühe gebt.

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